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die welt wird wie dieses blog: auf die fresse.

ja, dieses blog hier ist ein experiment. ich bringe meine standpunkte extra radikal ausgearbeitet und ihr gebt mir dafür feedback. das geht einerseits über zugriffszahlen, die comments oder auf div. sozialmedienseiten wo man auch ganz fein kommentieren kann.


3 schwarzkappler knapp bevor sie beschlossen sich in einen faustkampf mit mir zu verwickeln. nein ich bin nicht strassenbahn gefahren. und ja ich hatte ne wochenkarte. da gings um was anderes.

andere leute begnügen sich nicht damit auf blogs ihre spannungen in worte zu fassen, die machen das anders. eher so im realen. jeder hat irgendwo eine machtstellung. ausser man ist seit jahren arbeitslos oder sonst wo. aber jeder postler kann dir deinen brief eben nicht geben wenn er glaubt du passt ihm nicht, der mitarbeiter der MA48 am mistplatz lässt dich nicht den müll abladen weil seinermeinung nach hausrat anders aussieht oder der klassische bulle sagt “na selbstverständlich mach ich eine anzeige” und schreibt kein organmandat.

ab dann beginnt das rad der möglichkeiten zu spielen. du akzeptierst die machtspiele und fügst dich oder du engagierst dich im konflikt und vergeltest gleiches mit gleichem. dann beginnt sich die spirale der gewalt zu drehen und man kann sich ausrechnen was am ende dabei rauskommt: noch mehr gewalt.

denn ja, meistens stehen die leute die gewalt ausüben in irgendeiner stellung in der sie sich soweit gefestigt und sicher fühlen, dass ihnen nichts passieren kann. das beste ist: sie haben auch recht damit. hier kann der bulle der frau auf die fresse schlagen und nichts passiert. gut, sie war schwarz – ihr pech. mal sehen was eine weisse kaukasierin für wellen der entrüstung ausgelöst wenn sie eine abgefangen hätte. aber das ist nicht der punkt.

dann gibts auch noch die passiv aggressiven. das ist eine unart die recht weit verbreitet ist. man reizt andere so lange bis sie die beherrschung verlieren und austicken. dann kann man den auszucker für seine eigenen zwecke nutzen, man muss nur für zeugen sorgen. sollten keine zeugen da sein kann man auch ne kamera aufstellen und das elaborat auf eine beliebte videoplattform stellen wo dann genügend leute ihren senf dazu abgeben. sehr beliebt: frauen mit sorgerechtsstreitigkeiten die dann in die berühmte watsch’n rennen und alles ist so schlimm….

passive aggression kommt aber von unsicherheit und minderwertigkeitsgefühlen. man ist nicht mal soweit sich aus dem fenster zu lehen. ich zum beispiel bin aktiv aggressiv. das macht mich auch zu einem eher entspannten zeitgenossen weil ich sobald mir eine laus über die leber läuft ein statement abgebe das dann nachhaltig die situation ändert oder wenigstens zu einem so tiefen zerwürfnis führt, dass die betreffende person wenigstens in meiner welt ihre handlungsfähigkeit verloren hat.

aggression kann aber ganz generell durch eine umarmung, ein lächeln oder freundliche und verständnissvolle worte abgebaut werden. das geht einerseits wenn man sich selbst an der nase nimmt und kritik nicht allzuscharf formuliert oder aber wenn man mal über den eigenen schatten springt und nicht jeden angriff mit einer vernichtenden gegenattacke quittiert. ich weiss das ist nicht einfach, manchmal braucht man die konfrontation auch. ich selbst hatte eine phase vor ein paar monaten wo ich einfach jeden streit eskaliert habe und mich mit ca 10 leuten geprügelt habe. jeder einzenle hats voll verdient und ich auch: war ich doch durch meine eigene stimmung so gewurmt, ich suchte einfach blitzableiter.

wie dem auch sei, wir sollten alle ein wenig mehr verständnis für die lage unserer mitmenschen zeigen. vielleicht schaffen wir es ja dann doch noch zu einer zvilisierten sozietät zu gelangen…

Posted in daily stories, mediawatch.


alle arm. warum?

so jetzt lehn ich mich mal neoliberal aus dem fenster. komm auch aus ner schwerkapitalistischen familie deshalb kann ich mir auch leisten dieses blog gratis anzubieten und muss euch nicht auf die nerven gehen mit irgendwelche mitleidserregenden spendenbuttons.

es gibt leute die haben sich einen gewissen lebensstil ausgesucht. ich hab mir – trotz ideologischer inkompatibilität weil ich mal als jugendlicher zu viele sachbücher gelesen habe – den westlich kapitalistischen ausgesucht. ich hätte ja auch kommunist oder was mir noch lieber wäre anarchosyndlikalistisch sozialisiert worden sein. aber nein: der kapitalismus ist wie ich grossgezogen wurde und was ich versteh. der rest ist mir zu kompliziert.

angesichts der krise und anhaltender sozialer unruhe in unserem land zeichnet sich eines ganz dramatisch ab: wir sind auf dem weg in einen zustand wo sich jeder selbst der nächste ist. beziehungen funktionieren nicht mehr, jeder mensch in meinem umfeld wird mir zur last. jedenfalls wenn er/sie sich nicht einbringt sondern glaubt, dass ihre/seine anwesenheit ausreicht um eine entscheidende verbesserung in unser aller leben zu bringen.

zu aller erst: ich hab mir das nicht ausgesucht, bin kein verfechter der linie. ich verhalte mich nur dementsprechend weil mir auch keiner hilft. deshalb hab ich volles recht asozial zu sein, ich brauch euch eigentlich gar nicht – bis auf ein paar individuen ohne die ich nicht leben will.

ich hab mir auch noch nie arbeitslosenhilfe oder sozialzuschüsse geholt. lediglich mein zweites studium wurde aufgrund eines stipendiums finanziert, das ich mir nach 5 jahren armeedienst inklusive zig überstunden meinermeinung nach verdient habe. davon kann man halten was man will jedenfalls geht der staat davon aus, dass es mir zusteht.

okay du sagst jetzt über mich: was für ein ego-arschloch. du bist sicher ein solcher der schickt bettler weg weil sie übel riechen, haben noch nie einen augustin gekauft und wahrscheinlich kaufst du dir auch ubahntickets. weil du so uncool bist.

mir gehts gut in diesem system. ich kann echt nicht klagen. ich steh in der früh auf, pack meine sachen und mach sport. das meistens um 7 uhr morgens, damit ich um 9 uhr schon arbeiten kann. die zeit meiner jugend hab ich nicht mit drogen und alkohol verschossen sondern habe ausbildungen gemacht und lustige sachen gemacht wie computer untereinander verbunden damit sie daten austauschen können. damals war ich 12.

und ich hatte zig freunde, verwandte und sonstiges zeug um mich die meinten: wieso machst du nicht was ordentliches? wieso bist du die ganze zeit in deinem zimmer und schraubst an deinen rechnern rum. und mal ganz ehrlich: fein, dass du email hast aber wer soll dir da ne antwort schreiben ausser die universität on berkley.

die komischen kabel wurden zum internet, ich selber zum konsulenten und heute verdiene ich meine kohle damit verstaubten dinosauriern in mangement etagen die welt zu erklären. dafür gibt es gutes geld.

klar, ich wäre in meiner jugend auch gern länger draussen an der freien natur abgehangen. hätt mich lieber besoffen und mit horden von blonden mädels gruppensex gehabt.

dann wär ich aber nicht wo ich jetzt bin. das problem das wir hier haben ist also kein ethnisches sondern ein ausbildungs und disziplin problem. wenn ich an manchen lebensweichen entscheidungen treffe in welche richtung ich mich entwickeln möchte, dann werd ich wohl irgendwann einmal einen nachteil erleiden. ja, das leben ist hart. sorry.

und mir kommt vor es wird in zukunft noch ein bisl härter. spätestens wenn ich alt und gebrechlich bin wirds dann mich auch erwischen. bis dahin versuch ich mich mit sport soweit fit zu halten und hoffe auf ein ende im vollbesitz meiner geistigen und körperlichen fähigkeiten.

Posted in politix.


fukushima und was ein jahr später noch davon bleibt.

mehr als ein bitterer nachgeschmack? ich glaub schon, denn die atomare katastrophe von japan ist weder ausgestanden noch vergessen. die leute um die nuklear havarie haben es mit dramatischen strahlenwerten zu tun. das trinkwasser, die milch, die nahrung… alles was aus dem boden kommt strahlt und strahlt. die werte sind nicht akut bedenklich, doch wenn man die heissen partikel mit der nahrung zu sich nimmt, das vielleicht noch über einen längeren zeitraum, dann “verbrennt” der körper quasi von innen da auch alpha und beta strahler die sonst von der haut und/oder kleidung abgewehrt werden direkt in das fleisch, lungenbläschen oder blut strahlen kann.

langsam bleibt eigentlich nur noch die frage offen wieso die bevölkerung das land trotz krebsgefährdung nicht verlässt. sollten keine emotionalen gründe vorliegen wäre es das schlauste sich wenigstens die nächsten 30 jahre auf distanz zu japan zu begeben. trotzdem gibt es noch zu viele menschen die sich immernoch in der direkten nähe des havarierten kernkraftwerks befinden. die japanische regierung hat einfach den völlig realitätsfernen 20km sperrgürtel rund um fukushima gezogen ohne darauf rücksicht zu nehmen, dass die strahlung sich ja nicht gleichmässig ausbreitet sondern durch wind und umwelteinflüsse ganz individuell in diverse richtungen getrieben wird. vor allem das trinkwasser ist durch die dilletantischen kühlungsversuche in der atomruine arg in mitleidenschaft gezogen worden. ganz abgesehen von der anhaltenden verseuchung des meerwassers durch tonnenweises abpumpen von kontaminiertem wasser in den pazifik.

und die verseuchung des pazifik ist keineswegs ein lokales problem. es wurde mittlerweile zu einem globalen stress der auch uns in europa betrifft. seafood, polardorsch, alaska- seelachs … so gut wie alle arten die im fanggebiet FAO 61 leben weisen erhöhte strahlenwerte auf da der nordpazifikstrom die radioaktiven teilchen zum teil bis zur amerikanischen westküste transportiert. fische weisen durchwegs eine höhere radioaktivität auf als das wasser um sie herum, da sie wie ein filter auf schwebpartikel wirken. vor allem raubfische sind ganz extrem schadstoffbelastet.

wer nun glaubt, dass die japanische atomtragödie lokal beschränkt ist, der irrt. längst sind die folgen bei uns spürbar und das radioaktive caesium 137 hat eine halbwertszeit von 30 jahren…

Posted in daily stories.


der weltfrauentag und was davon überbleibt.


gestern war ja der weltfrauentag. zwischen peinlicher berührtheit und unverständnis der männer gabs dann auch hier und da ganz brauchbar tiefgreifende diskurse. vor allem fallen einem männer auf, die den tag ernster nehmen als frauen und fast schon brachial maskulin das durchprügeln der quotenregelung fordern. warum ich gegen ein solches vorgehen bin hab ich schon früher mal definiert, auch glaub ich nicht an die göttlichkeit von weiblichen chefs oder die vielzitierte empathischen führungsstile die nur frauen in sich haben. ich denke jede machtposition sollte ganz individuell besetzt werden und solang nicht das reissverschlusssystem (frau folgt mann und mann folgt frau) zu einer 50:50 regelung angewandt wird sollen die radikal-macho-emanzen sich doch am salzamt beschweren. genau da hake ich auch ein: von “den männern” eine beteiligung der frauen zu fordern seh ich jetzt nicht so als die gewinner strategie.

auch geb ich zu bedenken, dass – und da kenn ich mich ein wenig aus – z.b autonome strukturen von männern geschaffen wurden. generell wird die dreckige aufbauarbeit von männern erledigt, frauen kommen dann wenn es sauber und geordnet abläuft. ich will ja nicht sagen, dass es ganz ohne frauen geht – mitnichten – aber wie wärs wenn frauen sich mal eigene strukturen aufbauen. ohne männerhilfe. diese könnten dann ganz und gar von frauen strukturiert und geführt werden. dann müsste man auch nicht beim bösen männlichen geschlecht strukturen fordern die sie dann begünstigen.

wo ich aber nicht so richtig durchblicke sind die verhaltensweisen von männern, die auf die eine oder andere weise frust mit den vorherrschenden strukturen aufgerissen haben, ein problem mit der autorität ihrer mutter haben oder sonstwie plötzlichen drang verspüren päpstlicher als der papst sein zu müssen. die fordern dann ganz rigoros die quote durchzupeitschen und sind sich auch nicht zu schade wilde rundumschläge zu setzen womit sie sich meistens selbst deklassieren. da seh ich irgendwie so eine vorauseilende selbstanklage obwohl das alles menschen sind denen ich totalen respekt zollen würde wären sie nicht auf diesem gebiet so daneben.

ich seh das ganz pragmatisch: eine zwingende quote übers knie zu brechen wird nur den frust der generation anhäufen, die sich ohnehin schon mit themen wie feminismus, gleichberechtigung, halbe halbe im haushalt auseinandersetzen und deren respekt vor frauen soweit geht, dass sie sich nicht einmal mehr trauen ihre freundin zu schwängern weil dies schon an körperverletzung grenzt. genau dieses stück mann wird dann auch noch durch die quotenregelung benachteiligt und muss sich auf dauer dann dermassen frust anhäufen weil entlang des weges dann festgestellt wird, dass die tolle neue chefin halt doch nur so durchschnittlich wie der alte chef ist und sie dann erst wieder männer preferiert da frauen nur allzu kritisch mit anderen frauen umgehen können.

vor allem ist eines auffällig: frauen sind nicht als führerinnen sozialisiert worden. in der erziehung werden mädchen auf haushaltsaufgaben vorbereitet und immer noch mit den alten klichees konfrontiert, da die jetzigen mütter/grossmütter/tanten/usw eben noch im alten system grossgeworden sind und grösstenteils nur das weitergeben können. wir müssen hier ganz unten den hebel ansetzten, in den kindergärten, volksschulen, gymnasien und unis. frauen müssen an den unruheherd. führen ist auch nicht lustig. jeder, der schon mal selbst das kommando über eine organisationseinheit hatte weiss, dass man in einer solchen rolle tagtäglich funktionieren muss. vorbild sein und unbedankt mehrstunden leistet die keiner aber wirklich auch gar keiner sieht.

deshalb kann auch nicht von heute auf morgen da ein umbruch erreicht werden. das ganze system steckt ohnehin in einer krise mit krieg und massenvernichtung um die ecke. viele denken da kann mit ein paar gesetzen und brachialen quoten eine änderung erreicht werden. doch so einfach ist das alles nicht, es bedarf strategischer überlegungen und umsichtiger handlungsweisen. sonst entfernen sich mann und frau noch weiter als es ohnehin schon der fall ist. wie sagte rosa mayreder? “Die beiden Geschlechter stehen in einer zu engen Verbindung, sind voneinander zu abhängig, als dass Zustände, die das eine treffen, das andere nicht berühren sollten.” suchen wir uns doch eine gemeinsame lösung. eine wo wir als partner in die geschichte eingehen. nicht als feinde.

Posted in daily stories, gender.


geistiges eigentum … ja nein weiss nicht…

da sind wir wieder mal. jetzt wackelt ACTA, PIPA und der andere schnars dessen namen ich vergessen habe sind abgewehrt, und trotzdem haben ein paar leute sich scheinbar zur aufgabe gemacht das geistige eigentum von uns künstlern zu schützen.

unter kunsthatrecht.at kann man eine petition unterzeichnen die künstlern das uneingeschränkte recht auf verwertung und nutzung ihres geistigen eigentums gibt.

-ein klares Bekenntnis der österreichischen Politik zum Urheberrecht als Grundrecht der Künstlerinnen und Künstler.
-eine zeitgemäße Reform und Ausbau des Urheberrechts unter Berücksichtigung aktueller Technologien.
eine Reform der urheberrechtlichen Vergütungssysteme, insbesondere der Leerkassetten- und Reprographievergütung.
-die Erhaltung des Urheberrechtssenats als effiziente Streitschlichtungsinstanz.
-wirksame Instrumente der Rechtsdurchsetzung.

ich mein – gehts eh? das wäre das gleiche wie wenn ich jetzt kurzparken in wien fordern würde. und für eine erschliessung österreichs mit einem autobahnnetz plädierte.

copyrights haben in unserer gesellschaft ohnehin schon eine zu gewichtige rolle. nur dass ich da weiter oben die punkte der forderungen von kunsthatrecht.at kopiere rückt mich schon in den dunstkreis der kulturattentäter copycat.

ganz im gegenteil .. wir brauchen mehr initiativen wie creative commons oder copyleft. uns künstlern wird auch nichts gestohlen: es wird deriviert und kopiert. im besten fall gibt es dann anerkennung und attribution. so solls auch sein. denn mir entgeht nichts wenn jemand hergeht und videos von mir ansieht, oder teile daraus kopiert und weiternutzt. sollte er oder sie damit kommerziell erfolgreich sein wird es ein leichtes sein dafür geld einzuklagen, wenn nicht – worüber reden wir dann.

ich unterzeichne das jedenfalls nicht. ich bin dafür, dass jeder teilt statt sich gegenseitig das wasser abzugraben.

man kann auch ganz deutlich in der geschichte des urheberrechts lesen wozu es gut ist: uns gegenseitig misstrauisch zu machen und die konkurrenz zu schüren. im endeffekt nutzt es ja sowieso nur den labels, denn wenn warner brothers draufkommt sie müssen jetzt auf irgendeiner DVD einen track von dir benutzen ohne dich zu fragen werden sie dich mit einer lächerlichen summe abspeisen, insofern du überhaupt irgendeine vergütung dafür bekommst. sprich: du bist der verlierer; gewinner sind die multies mit ihren rechtsabteilungen.

weiterführend:
http://www.copyrighthistory.com/anne.html

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